Tongkat Ali und die legalen Alternativen im Studien-Check

Studienprotokolle

Tongkat Ali Einnahme: was die Studienprotokolle festlegen und was nur Marketing ist

In klinischen Studien wurde meist eine Tagesdosis am Morgen gegeben, über vier bis zwölf Wochen, häufig ohne Angabe zur Mahlzeit. Fast alles, was darüber hinaus im Netz als Einnahmeregel kursiert, also nüchtern oder zum Essen, morgens oder abends, Kur mit Pause, wurde für Tongkat Ali nie verglichen. Die EFSA stufte die Sicherheit des geprüften Wurzelextrakts 2021 als nicht belegt ein.

Welches Supplement passt zu deinem Ziel? Fünf Fragen, ein Ergebnis, nichts wird gespeichert: Mach den 2-Minuten-Supplement-Test.

Tongkat Ali ist in der EU nicht als Lebensmittel zugelassen. Diese Seite beschreibt ausschließlich, wie die Gabe in Untersuchungen geregelt war. Sie ist keine Einnahmeempfehlung und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Wie war die Gabe in den Studien geregelt?

Die Protokolle der vorliegenden Humanstudien sind an dieser Stelle knapp gehalten. Talbott und Kollegen gaben 2013 über vier Wochen eine Tagesdosis eines standardisierten Wasserextrakts, Tambi und Kollegen 2012 über einen Monat ebenfalls eine Tagesdosis. In beiden Fällen wird der genaue Zeitpunkt innerhalb des Tages nicht als Untersuchungsgegenstand behandelt.

Häufig findet sich die Angabe einer morgendlichen Gabe, teilweise aufgeteilt auf zwei Einzelgaben über den Tag. Ob die Einnahme zu einer Mahlzeit erfolgte, wird in vielen Veröffentlichungen gar nicht spezifiziert. Diese Lücke ist der eigentliche Befund: Der Einnahmezeitpunkt wurde nicht systematisch variiert und damit auch nie verglichen.

Zur Aufteilung auf mehrere Gaben lohnt eine Zwischenbemerkung, weil viele Produkte sie vorgeben. Ein Argument dafür gibt es tatsächlich, es stammt aber nicht aus einer Einnahmestudie, sondern aus der Tierpharmakologie: In der Rattenuntersuchung von Low und Kollegen fiel der Blutspiegel des Leitstoffs Eurycomanon nach direkter Gabe rasch wieder ab, die rechnerische Halbwertszeit lag bei etwa einer Stunde. Wer daraus ableitet, zwei kleinere Gaben hielten den Spiegel gleichmäßiger, argumentiert nicht unsinnig. Belegt ist damit trotzdem nichts, denn ob ein gleichmäßigerer Spiegel überhaupt zu einem anderen Ergebnis führt, hat niemand geprüft. Die Studien, die Veränderungen fanden, arbeiteten teils mit einer einzigen Tagesgabe.

Die Mengenfrage ist davon getrennt zu betrachten. Welche Milligramm-Angaben in den Studien standen und warum sie zwischen Produkten kaum vergleichbar sind, steht auf unserer Seite zur Tongkat Ali Dosierung.

Kurdauer und Pausen in der Forschung

Die Studienlaufzeiten lagen überwiegend zwischen vier und zwölf Wochen bei durchgehend täglicher Gabe. Eine Unterbrechung war in keinem der Protokolle vorgesehen. Der Zeitraum wurde jeweils so gewählt, dass sich Veränderungen an den Messgrößen zeigen konnten, nicht um eine optimale Anwendungsdauer zu bestimmen.

Damit gibt es zur verbreiteten Praxis von Kuren mit anschließender Pause keine Datengrundlage. Weder ist belegt, dass Pausen einen Vorteil bringen, noch dass eine durchgehende Gabe über längere Zeiträume unbedenklich wäre. Untersucht wurde schlicht keines von beiden. Dasselbe Muster zeigt sich übrigens bei anderen Substanzen: Was zur Wirkungsdauer und Einnahmedauer von Ashwagandha bekannt ist, endet ebenfalls bei zwölf Wochen.

Lohnend ist ein Blick darauf, woher die konkreten Zahlen eigentlich kommen. Im Netz kursieren vor allem zwei Schemata: vier bis acht Wochen Einnahme mit ein bis zwei Wochen Pause, und fünf Tage Einnahme mit zwei Tagen Pause. Beide werden als etablierte Protokolle präsentiert. Tatsächlich taucht keines von beiden in einer Studie auf. Die vier bis acht Wochen sind erkennbar aus den Studienlaufzeiten abgeleitet, wo sie aber die Beobachtungsdauer beschreiben und nicht eine empfohlene Kurlänge. Das Fünf-plus-zwei-Schema stammt aus der Trainings- und Supplementszene und wird dort auf viele verschiedene Stoffe angewandt.

Die Begründung lautet meist, so lasse sich eine Gewöhnung des Körpers verhindern. Für Tongkat Ali ist eine solche Toleranzentwicklung nicht beschrieben. Das heißt nicht, dass es sie nicht gibt, sondern dass niemand danach gesucht hat. Eine Pause aus Vorsicht ist deshalb vertretbar, sie als wissenschaftlich begründetes Protokoll auszugeben, ist es nicht.

PunktStudienprotokollVerbreitete ForenpraxisUntersucht?
TageszeitMeist morgens, oft nicht näher bestimmtMorgens, nie abendsNein
MahlzeitHäufig nicht angegebenZum EssenNein
AufteilungEine oder zwei Gaben täglichEin bis zwei GabenNein
Kurdauer4–12 Wochen4–8 WochenNur als Laufzeit, nicht als Vergleich
PausenNicht vorgesehenÜblich nach jeder KurNein

Nüchtern oder zum Essen: warum sich die Empfehlungen widersprechen

Wer diese Frage googelt, bekommt je nach Suchbegriff die gegenteilige Antwort. Bei der einen Formulierung heißt es, Tongkat Ali gehöre morgens auf den nüchternen Magen. Bei der anderen steht, es solle gerade nicht nüchtern eingenommen werden, weil die Wurzel stark und bitter sei. Beide Antworten erscheinen prominent, beide klingen souverän, und beide berufen sich auf Händlerseiten.

Der Grund für den Widerspruch ist einfach: Es gibt keine Studie, die beides gegeneinander getestet hat. Wo Daten fehlen, kann jede Seite eine plausible Begründung anbieten, ohne dass eine davon überprüfbar wäre. Die Suchmaschine gibt dann wieder, was die jeweils zitierten Seiten behaupten.

Zwei Argumente kursieren, und sie verdienen eine getrennte Bewertung.

Das Verträglichkeitsargument. Auf leeren Magen könne der bittere Extrakt Übelkeit oder Bauchschmerzen auslösen. Das ist für Pflanzenextrakte allgemein nachvollziehbar und deckt sich mit dem, was Anwender schildern, die es mit Essen statt nüchtern einnehmen. Ein systematischer Vergleich für Tongkat Ali fehlt allerdings auch hier.

Das Fettlöslichkeitsargument. Manche Anbieter schreiben, Tongkat Ali sei fettlöslich und werde deshalb zusammen mit einer Mahlzeit besser aufgenommen. Diese Begründung ist sachlich fragwürdig. Der in den maßgeblichen Studien eingesetzte Extrakt ist ein standardisierter Wasserextrakt, und der Leitstoff Eurycomanon dient in diesem Wasserextrakt als Marker mit einem festgelegten Gehaltsbereich. Ein Wirkstoff, der über einen Wasserauszug gewonnen und darin standardisiert wird, ist kein typischer Fall für eine fettabhängige Aufnahme. Die Aussage stammt aus dem Produktmarketing, nicht aus der pharmakologischen Literatur.

Was sich zur Aufnahme tatsächlich sagen lässt, stammt aus Tierversuchen und fällt ernüchternd aus. Untersuchungen an Ratten zeigten, dass Eurycomanon nach Gabe über den Magen-Darm-Trakt deutlich schlechter ins Blut gelangt als nach direkter Injektion, selbst wenn die geschluckte Menge um ein Vielfaches höher lag. Die Aufnahme über den Verdauungsweg ist also von vornherein begrenzt. Ob eine Mahlzeit daran etwas ändert, wurde nicht geprüft.

BehauptungWer sie verbreitetBegründung dortBelegt?
Nüchtern am MorgenShops, KI-AntwortenBessere Aufnahme, mehr EnergieNein, kein Vergleich vorhanden
Nicht nüchternShops, KI-AntwortenBitterkeit, MagenbeschwerdenPlausibel, aber nicht untersucht
Mit Fett einnehmenEinzelne AnbieterAngeblich fettlöslichNein, Studienextrakt ist ein Wasserextrakt
Nie am AbendForen, ShopsUnruhe, SchlafproblemeAus Berichten abgeleitet, keine Schlafdaten
Zyklus mit PauseForen, ShopsToleranz vermeidenNein, in keiner Studie geprüft
Eine Tagesdosis morgensStudienprotokollePraktikabilität der StudieSo durchgeführt, aber nie mit Alternativen verglichen

Morgens oder abends

Fast alle Quellen raten zur morgendlichen Gabe und vom Abend ab. Diese Einigkeit täuscht eine Datengrundlage vor, die es nicht gibt. Tatsächlich handelt es sich um eine Ableitung aus zwei Beobachtungen.

Die erste betrifft die geschilderte Wirkung. Anwender berichten häufig von mehr Antrieb und innerer Wachheit. Wer so etwas am Abend einnimmt, riskiert, dass es beim Einschlafen stört. Das ist eine Alltagslogik, keine Studienerkenntnis.

Die zweite betrifft den Tagesrhythmus des Testosterons, das beim Mann am Morgen am höchsten liegt. Daraus wird abgeleitet, die morgendliche Gabe passe besser zum natürlichen Verlauf. Das klingt einleuchtend, ist aber eine Analogie und kein gemessener Effekt: Keine der vorliegenden Studien hat morgendliche und abendliche Gabe gegeneinander geprüft.

Ein Detail aus der Tierpharmakologie macht die Sache eher komplizierter als klarer. In der genannten Rattenuntersuchung wurde der höchste Blutspiegel erst mehrere Stunden nach der Gabe erreicht. Überträgt man das auf den Menschen, was nur mit Vorbehalt zulässig ist, läge der Höhepunkt einer morgendlichen Einnahme irgendwo im Tagesverlauf, nicht unmittelbar danach. Die verbreitete Vorstellung eines sofortigen Energieschubs am Morgen deckt sich damit schlecht.

Ehrlich zusammengefasst: Die Empfehlung, morgens statt abends einzunehmen, ist vernünftig, aber sie beruht auf Erfahrungsberichten und Plausibilität. Wer sie als Studienergebnis präsentiert bekommt, wird falsch informiert.

Wenn der Schlaf leidet

Zu dieser Frage findet sich im deutschsprachigen Netz praktisch nichts, obwohl sie in englischsprachigen Foren regelmäßig gestellt wird. Ein wiederkehrendes Muster ist bemerkenswert: Anwender schildern, dass sie das Präparat am frühen Morgen nehmen und trotzdem mitten in der Nacht aufwachen, hellwach und voller Energie.

Das ist zunächst nur eine Schilderung, keine erhobene Nebenwirkung. Schlafqualität wurde in den vorliegenden Studien nicht als eigene Zielgröße gemessen, weshalb sich weder eine Häufigkeit noch ein Mechanismus angeben lässt. Trotzdem lohnt eine nüchterne Einordnung, weil Betroffene sonst gar keine Antwort finden.

Bemerkenswert an dem Muster ist, dass eine sehr frühe Einnahme das Problem offenbar nicht immer löst. Die übliche Empfehlung, einfach früher am Tag einzunehmen, greift in diesen Fällen also zu kurz. Warum das so ist, lässt sich mit den vorliegenden Daten nicht beantworten. Der verzögerte Anstieg des Blutspiegels aus der Tierstudie wäre eine denkbare Erklärung, bleibt aber Spekulation, solange entsprechende Messungen am Menschen fehlen.

Praktisch relevant ist vor allem eines: Anhaltende Schlafstörungen sind kein Detail, das man wegoptimiert, indem man an der Uhrzeit dreht. Sie sind ein Signal, die Einnahme zu beenden und die Ursache ärztlich abklären zu lassen, insbesondere weil für Tongkat Ali ohnehin keine Sicherheitsbewertung vorliegt, auf die man sich stützen könnte. Was sonst an Effekten geschildert wird, steht unter Tongkat Ali Nebenwirkungen.

Warum viele Angaben aus Foren und nicht aus Studien stammen

Die Empfehlung, nicht am späten Abend einzunehmen, beruht auf Berichten über Unruhe und Einschlafprobleme. Das ist eine plausible Ableitung aus geschilderten Effekten, aber keine Studienerkenntnis. Schlafqualität wurde in den vorliegenden Untersuchungen nicht als eigene Zielgröße erhoben.

Ähnlich verhält es sich mit der Einnahme zu einer Mahlzeit. Dass die Verträglichkeit dadurch besser sei, wird häufig behauptet und ist bei vielen Pflanzenextrakten auch nachvollziehbar. Für Tongkat Ali speziell existiert dazu kein Vergleich zwischen nüchterner Gabe und Gabe zum Essen.

Welche Effekte Anwender tatsächlich schildern, haben wir unter Nebenwirkungen gesammelt, die Bandbreite der Berichte unter Erfahrungen.

Was aus diesen Protokollen nicht folgt

Ein Studienprotokoll beschreibt, wie eine Untersuchung durchgeführt wurde. Es ist keine Anleitung für den Alltag, und zwar aus drei Gründen. Erstens waren die Teilnehmer ausgewählt, Menschen mit Vorerkrankungen, laufender Medikation oder in Schwangerschaft wurden ausgeschlossen. Zweitens kamen definierte, standardisierte Extrakte zum Einsatz, deren Zusammensetzung bekannt war. Drittens fand die Gabe unter Aufsicht und über einen begrenzten Zeitraum statt.

Hinzu kommt der rechtliche und sicherheitsbezogene Rahmen. Die EFSA kam 2021 zu dem Ergebnis, dass der geprüfte Wurzelextrakt das Potenzial hat, DNA-Schäden auszulösen, und dass seine Sicherheit unter keiner Verwendungsbedingung als belegt gilt. Eine Zulassung als Lebensmittel besteht in der EU nicht. Die Einordnung dieses Befunds steht unter Ist Tongkat Ali gefährlich?

Deshalb beschreibt diese Seite Forschung und gibt keine Anwendungshinweise. Wer über eine Einnahme nachdenkt, sollte das mit ärztlicher Begleitung tun, nicht auf Grundlage von Studienprotokollen oder Forenbeiträgen.

Warum der Einnahmezeitpunkt nie untersucht wurde

Das wirkt auf den ersten Blick wie eine Nachlässigkeit, hat aber einen praktischen Grund. Eine Studie, die morgendliche gegen abendliche Gabe vergleicht, braucht mindestens zwei Gruppen zusätzlich zur Placebogruppe und entsprechend mehr Teilnehmer. Die vorliegenden Untersuchungen arbeiteten mit einigen Dutzend Personen und hatten eine ganz andere Frage: ob überhaupt eine messbare Veränderung eintritt.

Solche Detailfragen werden in der Forschung typischerweise erst geklärt, wenn die Grundfrage beantwortet und ein Stoff wirtschaftlich etabliert ist. Bei Tongkat Ali ist beides nicht der Fall, und mit der fehlenden EU-Zulassung fällt auch der Anreiz weg, weitere Studien zu finanzieren.

Das erklärt die auffällige Lücke zwischen der Präzision in Foren und der Unschärfe in der Literatur. Wo Daten fehlen, füllt Erfahrungswissen den Raum. Das ist verständlich, sollte aber nicht mit belegtem Wissen verwechselt werden. Wie es aussieht, wenn eine Einnahmefrage tatsächlich untersucht wurde, zeigt der Kontrast zur Einnahme von Kreatin, wo Zeitpunkt und Ladephase in Vergleichsstudien geprüft wurden.

Was in den Studien tatsächlich standardisiert war

Ein Punkt war in den Untersuchungen sehr wohl genau festgelegt, und zwar der wichtigste: das Präparat selbst. Zum Einsatz kamen definierte Wurzelextrakte mit bekannter Zusammensetzung, in mehreren Studien ein wasserlöslicher Extrakt mit deklariertem Gehalt an Glykosaponinen und Eurycomanon.

Genau dieser Punkt lässt sich außerhalb einer Studie kaum nachbilden. Ohne regulierten Markt fehlen Chargenprüfung und verlässliche Deklaration, und Extraktangaben wie 100:1 oder 200:1 sind keine geprüften Standards. Zwei Präparate mit identischer Milligramm-Angabe können deshalb sehr unterschiedlich zusammengesetzt sein.

Für die Einnahmefrage hat das eine unbequeme Folge, die selten ausgesprochen wird. Ein Verhältnis wie 200:1 beschreibt, wie viel Rohmaterial rechnerisch für eine Einheit Extrakt eingesetzt wurde. Es sagt nichts darüber, wie viel vom eigentlichen Leitstoff am Ende enthalten ist. In den Studien war genau das dagegen festgelegt: ein Wasserextrakt mit deklariertem Gehalt an Eurycomanon, das in der entsprechenden Spezifikation in einem definierten Bereich liegen muss. Wer eine Kapsel ohne solche Angabe vor sich hat, kennt die wirksame Menge nicht, und damit wird jede Feinjustierung an Uhrzeit oder Mahlzeit zur Beschäftigung mit der falschen Variablen.

Vor diesem Hintergrund verschiebt sich die Gewichtung: Ob morgens oder abends gegeben wird, ist die kleinere Unbekannte. Die größere ist, was überhaupt in der Kapsel steckt. Warum das so ist, beschreibt unsere Seite zum Kauf von Tongkat Ali.

Auf nüchternen Magen oder zum Essen?

Ein Vergleich zwischen beiden Varianten wurde für Tongkat Ali nie durchgeführt. Viele Studienprotokolle geben gar nicht an, ob zu einer Mahlzeit gegeben wurde. Die verbreitete Angabe, zum Essen sei es verträglicher, stammt aus Erfahrungsberichten.

Braucht es Einnahmepausen?

In den Studien waren keine Pausen vorgesehen, die Gabe erfolgte durchgehend über vier bis zwölf Wochen. Ob Pausen einen Nutzen haben, wurde nicht untersucht. Die Praxis stammt aus Foren, nicht aus der Forschung.

Spielt die Tageszeit eine Rolle?

Das ist offen. Morgens und abends wurden nie gegeneinander getestet. Die Empfehlung gegen eine späte Gabe leitet sich aus Berichten über Unruhe und Schlafprobleme ab, nicht aus erhobenen Schlafdaten.

Warum widersprechen sich die Einnahme-Empfehlungen im Netz?

Weil keine Studie die Varianten gegeneinander geprüft hat. Wo Daten fehlen, wird jede plausible Begründung gleich überzeugend vorgetragen. Je nach Suchbegriff erscheinen deshalb gegenteilige Antworten, die sich beide auf Händlerseiten stützen.

Muss man Tongkat Ali mit Fett einnehmen?

Dafür gibt es keine Grundlage. Der in den maßgeblichen Studien verwendete Extrakt ist ein standardisierter Wasserextrakt, in dem Eurycomanon als Marker dient. Die Angabe, die Wurzel sei fettlöslich und brauche deshalb eine fetthaltige Mahlzeit, stammt aus dem Produktmarketing.

Kann Tongkat Ali den Schlaf stören?

Schlafqualität wurde in den vorliegenden Studien nicht als eigene Zielgröße gemessen. In Erfahrungsberichten werden Unruhe und nächtliches Aufwachen geschildert, teils auch bei sehr früher Einnahme. Anhaltende Schlafstörungen gehören ärztlich abgeklärt, nicht durch Verschieben der Uhrzeit behandelt.

  1. EFSA NDA Panel (2021). Safety of Eurycoma longifolia (Tongkat Ali) root extract as a novel food. EFSA Journal 19(12):6937. EFSA-Gutachten
  2. Talbott, S. M. et al. (2013). Effect of Tongkat Ali on stress hormones and psychological mood state. J Int Soc Sports Nutr 10:28. Studie ansehen
  3. Tambi, M. I. B. M., Imran, M. K., Henkel, R. R. (2012). Andrologia 44(S1):226–230. PubMed-Eintrag
  4. Leisegang, K. et al. (2022). Eurycoma longifolia improves serum total testosterone in men: Metaanalyse. Medicina 58(8):1047. Metaanalyse ansehen
  5. Low, B. S. et al. (2005). Bioavailability and pharmacokinetic studies of eurycomanone from Eurycoma longifolia. Untersuchung zur Aufnahme nach oraler und intravenöser Gabe bei Ratten. PubMed-Eintrag
  6. Han, Y. M. et al. (2018). Bioavailability of Eurycomanone in Its Pure Form and in a Standardised Eurycoma longifolia Water Extract. Pharmaceutics 10(3):96. Untersuchung ansehen

Über den Autor

Rainer Lang

Herausgeber von tongkatali.de · Bachelor of Business Administration

Rainer Lang ist seit über 25 Jahren aktiver Kraftsportathlet und testet ebenso lange Nahrungsergänzungsmittel am eigenen Körper. Nichts auf dieser Seite ersetzt eine ärztliche Beratung.

Für tongkatali.de liest er die Originalstudien sowie die Bewertungen von EFSA, BfR und EMA. Mehr über den Autor und die Arbeitsweise.

Gratis-PDF

Was Shops dir nicht sagen, steht hier auf 25 Seiten.

Welche Studien der Hersteller selbst bezahlt hat. Welcher Bestseller in kontrollierten Studien durchfällt. Was die EFSA 2021 wirklich entschieden hat. Gratis als PDF.

Kein Spam. Datenschutz